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Trotz Corona Urlaub in Kenia machen – das geht!

Liebe Kenia-Freunde und Malindi.info Follower,

so wie schon im Newsletter angekündigt, wollte ich nun hier mit Euch meine Erfahrungen in Bezug auf meinen Urlaub in Malindi teilen. Was in Zeiten von Corona alles notwendig ist, habe ich bereits auf der Webseite unter dem Menüpunkt “Kenia” Unterpunkt “Reisen trotz COVID-19” erläutert.

Am 1. Oktober ging nun früh meine lange Reise nach Malindi los. Gebucht habe ich direkt bei Air France in Verbindung mit KLM (FlyingBlue) von München über Paris nach Nairobi. In Müchen ging es ganz entspannt los mit HOP! (Charter von Air France). Auch in Paris lief alles nach Plan und nach dem obligatorischen Fieber messen und Vorzeigen des Corona-Tests war das Boarding kein Problem mehr. Die Boing 787 (Kapazität ca. 360 Passagiere) war nur zu einem Drittel gefüllt. Die medizinische Maske an Board hat zwar genervt, aber man konnte durch Essen und Trinken ab und an mal durchschnaufen. Ungewohnt war, dass kaum Europäer auf dem Flug gebucht waren.

HOP! beim Boarding

Nach 8 Stunden Flugzeit sind wir halbwegs pünktlich in Nairobi angekommen. Trotz der wenigen Passagiere war die Abfertigung wieder ein logistisches Chaos, also eigentlich alles wie immer. Fieber messen und Test vorzeigen und dann Passkontrolle und Visa. Einer meiner Koffer war dann noch mit Kreide markiert, also sollte der eigentlich beim Zoll kontrolliert werden, aber ich habe es kurzerhand abgewischt und bin ohne Kontrolle durchgekommen. Danach ging es ab ins Hotel, denn mein Flug nach Malindi ging erst am nächsten Morgen gegen 9 Uhr. Auch das lief alles problemlos, allerdings mit Maske. Die Bombardier war ausgebucht, aber bei nur einer Flugstunde war das auszuhalten.

Kilimanjaro vom Flugzeug aus
Kilimanjaro vom Flugzeug aus

Nach einer Woche in Malindi kann ich Euch berichten, dass alle mit denen ich gesprochen habe, sich nichts sehlicher wünschen, als das dieser Corona-Wahn ein Ende hat und die Touristen zurückkehren. Malindi hat sich rausgeputzt und einigen Straßen eine Runderneuerung verpasst. Andere wiederrum haben neue tiefe Schlaglöcher bekommen. Also eigentlich alles beim Alten. Dennoch sind alle froher Hoffung, dass es bald wieder normaler wird. Die Ausgangssperre zwischen 23 und 4 Uhr interessiert nun auch keinen mehr, es wird dann einfach schon nachmittags angefangen mit trinken. Und da das Geld knapp ist, sind alle pünktlich zu Hause. In der nun vergangenen Woche habe ich nicht einen Polizisten gesehen, der jemanden ohne Maske abgemahnt hat. Weniger als die Hälfte trägt eine Maske in der Öffentlichkeit, ich eigentlich nur beim Motorrad fahren und beim Einkaufen. Ich habe allerdings auch von anderen Vorfällen gehört, wo die Polizei bei einem Fußball-Training den Jugendlichen alles abgenommen hat, und jeder einzelne seine Sachen gegen 5.000 KES auslösen musste. Damit wird dann kräftig das karge Gehalt aufgebessert.

In Malindi habe ich fast keine europäischen Touristen ausfindig machen können. Die einzigen Mzungus hier sind die vorwiegend italienischen Residents. Allerdings machen einige aus Nairobi, die es sich leisten können, einen Kurztrip an die Küste. Damit haben die Bootsbetreiber im Marinepark wenigstens ein kleines Business.

Ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten, wenn es was neues zu berichten gibt. Für heute soll es das erstmal gewesen sein. Bleibt gesund und munter und lasst euch von der Panik in den Medien nicht verrückt machen. Bitte hinterlasst Eure Fragen und Kommentare … ich freue mich auf Eure Rückmenldung.

2 Kommentare

  1. vielen dank fur dein bericht, werde mit spannung alles was du angibs weiter verfolgen, da ich malindi sehr vermisse, aber mir noch zu unsicher bin zu fliegen in verband mit corona. wuensche dir eine sehr schoene zeit, gruessen aus mein kaltes heimatland, die Niederlande.

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